KI bei der Rekrutierung von Personal?

Das IFO Institut hat sich eines interessanten Themas angenommen, das auch die Personaldienstleister betrifft. Sind es doch gerade die Personaldienstleister, die für viele Unternehmen in Deutschland Teile der Personalarbeit erledigen. Nach den neuesten Zahlen werden z.B. um die 30% der Arbeitnehmer in der Zeitarbeit vom entleihenden Unternehmen übernommen. Das liegt das sicher auch daran, dass keine Bewerberauswahl so erfolgreich sein kann wie der Nachweis der Fähigkeiten in der Praxis der täglichen Arbeit. So stellt der Rekrutierungs- und Auswahlprozess immer noch eine schwierige Hürde nicht nur für Jobsuchende dar. Auch die Arbeitgeber und deren Personalabteilungen haben ihre Mühe damit. Stellen Fehler bei der Entscheidung für einen Kandidaten doch immer auch Risiken dar, die teils recht kostspielig werden können.

Können Roboter das besser?

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat zusammen mit der Bundesanstalt für Arbeit festgestellt, dass mittlerweile rund 50% der Aufgaben von Personalreferenten von Künstlicher Intelligenz übernommen werden könnten. Dabei gehören längst nicht nur der Umgang mit Zahlen und Daten dazu. Im Robot Recruiting können heute bereits zum Beispiel

  • Chatbots das Interesse von Bewerbern wecken und Unterhaltungen führen
  • Online-Spiele realistisch die Fähigkeiten von Bewerbern prüfen
  • Matching-Algorithmen die Auswahlverfahren beschleunigen
  • Sprachanalyse-Programme Telefoninterviews analysieren

Obwohl die Kosten für eine eigene Personalabteilung gerade durch das Personal recht hoch sein können und obwohl der Faktor Mensch in der Personalauswahl einen eigenen Unsicherheitsfaktor darstellt, zögern die Unternehmen jedoch. Das IFO Institut befragte 951 Unternehmen in Bezug auf die Erfahrungen und die Absichten zum Einsatz datengesteuerter Rekrutierungstools. Letztendlich waren es nur 37 dieser Unternehmen, die zumindest eine dieser Methoden zur Unterstützung beim Auswahlprozess einsetzen. Von den befragten Personalleitern stimmten immerhin 44% der Meinung zu, dass die Methoden aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Methoden der Personalauswahl sein könnten. Doch auch und gerade in der Personalarbeit gibt es große Hemmschwellen, die gegen eine Umstellung auf mehr Digitalisierung sprechen. Die Befragung ergab, dass in den Personalabteilungen derzeit nur ein geringer Kenntnisstand zu den neuen Möglichkeiten vorliegt. Das bezieht sich dann natürlich auch auf die Angebote, die bereits heute auf dem Markt vorliegen. Wie vor jeder größeren Umstellung wird auch in der Digitalisierung des Recruitingprozesses der hohe Aufwand gefürchtet, der zusammen mit Kosten und möglichen Risiken auf die Unternehmen zukommen könnte. Die Leiterin der Studie fasst die Ergebnisse denn auch wenig optimistisch zusammen. Ohne unmittelbare Notwendigkeit sähen die Unternehmen nicht ein, warum sie ihre gut eingespielten Prozesse aus der Vergangenheit ändern sollten. Sie sieht einen deutlichen Nachholbedarf für deutsche Unternehmen. Im Bereich der digitalen Technologien könne das Land weder aufholen oder gar Spitzenreiter werden, wenn auch in solchen Bereichen wie der Personalauswahl kein Anschub geleistet würde. Diesen Anschub erhofft sie sich von einer staatlichen Förderung für Unternehmen.

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