Maßnahmen der Personaldienstleister in Zeiten von Corona

Was unternehmen die Personaldienstleister, um sich in Zeiten der Krise zu wappnen? 75% der Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet, bei weiteren 10% steht dieser Schritt kurz bevor.

In diesem Zusammenhang hat sich der iGZ an den Ausschuss für Arbeit und Soziales gewandt und fordert den unbefristeten Zugang der Zeitarbeitsunternehmen und der Beschäftigten zu diesem Schutzinstrument der Arbeitsmarktpolitik. Der Bundesverband der Arbeitgeber der Zeitarbeit fordert zudem, gerade jetzt die Fesseln der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) aus dem Jahr 2017 zu lockern und z.B. die Überlassungshöchstdauer zu erweitern. Das Bundesarbeitsministerium hat verlauten lassen, dass die Arbeitszeitvorschriften überdacht werden sollen. Dies betrifft allerdings die Arbeitnehmer generell, wenn die Höchstarbeitszeit und das Beschäftigungsverbot an Sonn- und Feiertagen gelockert werden.

Die Personaldienstleister greifen derweil auch zu weiteren Maßnahmen, wie sie auch aus den klassischen Beschäftigungsmodellen bekannt sind. Die Arbeitszeitkonten werden abgebaut und ausstehende oder zusätzliche Urlaube werden gewährt. Aber 48% der Unternehmen müssen auch zum Mittel der Entlassung greifen, um die Krise zu überstehen. 38% geben an, sich um die Vermittlung in neue Einsätze zu bemühen. 16% der Personaldienstleister halten Teile ihrer Angestellten in einem Stand-By-Modus, während dem der Garantielohn gezahlt wird.

Anstieg des Bedarfs in anderen Branchen

In anderen Branchen steigt dagegen der Bedarf an Arbeitskräften aus der Zeitarbeit. Logistikunternehmen, der Lebensmitteleinzelhandel und die Kranken- und Altenpflege melden eine wachsende Nachfrage. Die Zunahme der Versorgung via Online-Bestellung, die gestiegenen Bedürfnisse der Bevölkerung an bestimmten Artikeln aus den Supermärkten und natürlich die wachsende Zahl von Versorgungsfällen in den Krankenhäusern muss irgendwie ausgeglichen werden. Interessant ist ein Detail aus einer Umfrage des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall. So gaben hier zwar 57% der Unternehmen als Gründe für die Kurzarbeit die fehlende Nachfrage an. Bei weiteren 32% fehlten Materialien bzw. Teile für die Produktion. Aber 36% führten als Begründung einen Arbeitskräftemangel an, der z.B. durch Krankheiten und fehlende Kinderbetreuung bzw. die Elternzeit verursacht würde.

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