Gute Nachrichten für Migranten in der Zeitarbeit

Wir hatten auch in unseren News darüber berichtet, dass die sogenannte Vorrangprüfung für die Beschäftigung in der Zeitarbeit auf der Kippe steht. Diese Vorrangprüfung soll ursprünglich sicherstellen, dass geduldeten und gestatteten Migranten nur dann ein Job angeboten werden darf, wenn kein geeigneter deutscher Kandidat dafür zur Verfügung steht.

Die Pflicht zur Durchführung der Prüfung war aufgrund der angespannten Lage in den letzten Jahren immer wieder ausgesetzt worden, aber im Prinzip erhalten geblieben. Nun hatte der iGZ Hauptgeschäftsführer Werner Stolz jedoch positives zu vermelden. In einem Schreiben der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration ist ihm mitgeteilt worden, dass die Vorrangprüfung und die Entfristung der Beschäftigungsmöglichkeit in Leiharbeitsverhältnissen auf Dauer ausgesetzt werden soll. Nach dem entsprechenden Kabinettsbeschluss vom 26. Juni 2019 wird an der Änderung der Beschäftigungsverordnung gearbeitet. Damit geht eine lange Phase der Unsicherheit für die migrierten Beschäftigten in der Zeitarbeit zu Ende. Es wird wesentlich unproblematischer werden, auch neuen Bewerbern aus diesem Kreis eine echte Chance zur Integration in den deutschen Arbeitsmarkt zu verschaffen. Die Beauftragte für Migration, Annette Widmann-Mauz, sieht das deutliche Engagement der Zeitarbeitsunternehmen in diesem sensiblen Bereich und bedankt sich in dem Schreiben an Herrn Stolz ausdrücklich für die Leistungen unserer Branche. Es sind die Personaldienstleister, die erheblich dazu beitragen, dass Zuwanderer in unserer Gesellschaft ankommen und ihren Platz finden. Obwohl natürlich nicht direkt zu vergleichen, gilt für die Migranten eine ähnliche Ausgangslage wie für Langzeitarbeitslose. Auch für diese stellt die Zeitarbeit eine reale Möglichkeit dar. Viele der Mitarbeiter in der Zeitarbeit waren zuvor über einen längeren Zeitraum unbeschäftigt. Davon befand sich laut Studien der weitaus größere Teil auch noch ein Jahr nach der Tätigkeit beim Personaldienstleister in einem festen Arbeitsverhältnis.

Zeitarbeit im europäischen Ausland

Das Modell der Zeitarbeit wird in ganz Europa und vielen Staaten der Welt durchgeführt. Dabei gelten jedoch ganz unterschiedliche Regelungen und Gesetze. So gibt es für die Mitarbeiter der Personaldienstleister in Österreich keine Überlassungshöchstdauer. Die Überlassungshöchstdauer hatte seit ihrer Einführung in Deutschland immer wieder zu Problemen auf der Auftraggeber- wie auf der Mitarbeiterseite geführt. Eigentlich war die Beschränkung der Höchstdauer eingeführt worden, um die Arbeitnehmer vor dauerhaften Leihbeschäftigungsverhältnissen zu schützen. In realiter stellte sich jedoch heraus, dass für viele Projekte bei Auftraggebern die Dauer von 18 Monaten nicht ausreicht. Auf dem Höhepunkt mancher Großaufträge führt die Reform des AÜG dazu, dass zeit- und kostenaufwendig neue Mitarbeiter eingearbeitet werden müssen. Für die Mitarbeiter, die nicht mehr weiterarbeiten können, bedeutet dies in den meisten Fällen finanzielle Nachteile, die im besten Fall erst Monate später ausgeglichen werden. Ändern wird sich daran so schnell nichts, denn eine geplante Evaluation der Reform wird frühestens 2022 neue Ansätze liefern. Wie sehen die Bedingungen für die Zeitarbeit im europäischen Ausland aus? Diese Frage ist vor allem auch für Personaldienstleister wichtig, die ihre Mitarbeiter auf Auslandseinsätze entsenden wollen. Dazu empfehlen wir die aktuelle Ausgabe des Branchenmagazins Z direkt! des Zeitarbeits-Arbeitgeberverbands iGZ. In dieser Ausgabe werden die unterschiedlichen Modelle in Europa vorgestellt und diskutiert. Wichtig dabei sind die jeweiligen Rahmenbedingungen in der EU und in binationalen Vereinbarungen.

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