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Flexibilität in jedem Alter gleich hoch

Die Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ hat eine interessante Studie ihres Demographie Netzwerks veröffentlicht. Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit wurden über 1200 Tiefeninterviews durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigten, was denn eine gute Arbeitswelt für die Menschen in Deutschland bedeute.

Die Ergebnisse müssen Arbeitgeber aufhorchen lassen. Denn tatsächlich haben sich einige der Erkenntnisse auch für die Allgemeinheit bestätigt, die wir und unsere Kollegen in der Zeitarbeit München schon etwas länger in unsere Überlegungen einbeziehen. Die bisher als selbstverständlich angenommenen Unterschiede zwischen den Generationen in Bezug auf Digitalisierung und Flexibilität bestehen längst nicht in dem Maße, wie es bisher propagiert wird.

Digitalisierung für alle

Bei über der Hälfte aller Befragten zeigte sich nämlich in allen Altersgruppen gleichmäßig verteilt die Suche nach der Selbstverwirklichung durch Arbeit als der bestimmende Faktor. Gleichzeitig erlebt diese Gruppe die Digitalisierung als Chance auf diesem Weg zu bleiben oder ihn einzuschlagen. Das gleiche gilt für den Wert der Flexibilität in den Arbeitsverhältnissen und der geleisteten Tätigkeit. Für diese Mehrzahl der Beschäftigten gilt lebenslanges Lernen nicht etwa als eine aufgezwungene Notwendigkeit, sondern vielmehr als intrinsischer Wunsch, d.h. in der eigenen Persönlichkeit verankert. Der ebenfalls in allen Altersgruppen gleich verteilte Anteil der Befragten, die eher sicherheitsbetont orientiert denken und sich nicht für eine Flexibilität aussprechen, erlebt die Digitalisierung denn auch eher als Bedrohung.

Bereitschaft in allen Altersklassen

Die Geschäftsführung des Demographie Netzwerks sieht darin ermutigende Signale. Besonders betont werden müsse die Bereitschaft auch der Älteren sich auf neue Arbeitsmodelle wie auch auf die Digitalisierung einzustellen. Das erfordere auch ein Umdenken bei den Arbeitgebern. In vielen Unternehmen würde die Weiterbildung der über 50-jährigen Mitarbeiter praktisch eingestellt. Damit ergäbe sich gerade in den vier untersuchten Schwerfeldern, Lernbereitschaft, Digitale Kompetenz, Innovationsfähigkeit und Erfahrungswissen, ein eklatanter Mangel für den Standort Deutschland. Gerade in Deutschland sind viele Arbeitnehmer der mittleren und älteren Jahrgänge beschäftigt. In der Zeitarbeit wie in der klassischen Beschäftigung können diese Arbeitnehmer einen großen Gewinn darstellen, wenn sie richtig eingesetzt und gefördert werden.