Es tut sich einiges bei den Löhnen!

Das neue Jahr bringt für manche Menschen in den unteren Einkommensklassen Verbesserungen. Der gesetzliche Mindestlohn steigt immerhin auf € 9,35.

Das scheint für manche Arbeitgeber in der Wirtschaft jedoch immer noch zu viel zu sein. Leider hat sich die Zahl der gesetzwidrigen Unterschreitungen des Mindestlohns deutlich erhöht. Vielleicht auch durch die verstärkten Bemühungen des Zolls wurden im Jahr 2019 10% mehr Fälle entdeckt, in denen die Arbeitnehmer auf diese oder jene Weise um den ihnen zustehenden Lohn betrogen wurden. Für den Bundesarbeitsminister Heil ist der Mindestlohn allerdings noch zu niedrig angesetzt. Er strebt mittelfristig eine Höhe von € 12,- in der Stunde an. Diese Grenze wird im Elektrohandwerk schon fast erreicht. Mit der Veröffentlichung im amtlichen Bundesanzeiger steht der Satz von € 11,90 als Mindestlohn ab dem 1.1.2020 fest. Das gilt dann für alle Arbeitnehmer, natürlich auch für diejenigen, die im Zuge der Arbeitnehmerüberlassung im Elektrohandwerk tätig sind.

Deutliche Steigerungen der Entgelte in der Zeitarbeit

Die Löhne in der Zeitarbeit steigen kräftig an und liegen auch weiterhin in der untersten Entgeltstufe deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn. Nach zähen und komplizierten Verhandlungen haben sich die Verhandlungsgremien des DGB und der Verbände der Arbeitgeber in der Zeitarbeit geeinigt. Der neue Tarifvertrag kann 2020 in Kraft treten und wird bis mindestens Ende 2022 in Kraft bleiben. Er sieht über die drei Jahre seiner Gültigkeit Lohnerhöhungen von insgesamt rund 9,5% im Westen und von rund 16,5% im Osten vor. Diese Anhebungen werden im Westen in drei Stufen und im Osten in vier Stufen erfolgen. Die besonders deutliche Steigerung der Entgelte im Osten erreicht damit die lange angestrebte Gleichbehandlung der Arbeitnehmer in beiden Tarifgebieten. Mit der letzten Steigerung der Entgelte am 1.4.2022 findet dann mit 4,1% eine gleiche Lohnerhöhung auf gleiche Sätze für ganz Deutschland statt.

Komplizierte Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft Leiharbeit des DGB und der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit von iGZ und BAP gestalteten sich besonders schwierig, weil die Gewerkschaften parallel zu den Entgeltverhandlungen auch Forderungen zum Urlaubsanspruch und zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhoben hatten. Am letzten Verhandlungstag, dem 18.12.2019, trennten sich die Tarifpartner erst nach 24 Stunden eines wahren Verhandlungsmarathons. Der DGB konnte Verbesserungen in allen drei Punkten erzielen. Die Einzelheiten können allerdings erst nach der endgültigen Ausarbeitung für die Tarifgebiete, die Dauer der Beschäftigung und die Entgeltgruppen veröffentlicht werden. Die Verhandlungsführer der Arbeitgeber in der Zeitarbeit betonen, dass sie mit den Ergebnissen jeweils an die Schmerzgrenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen seien. Die nächsten Jahre seien für die Wirtschaft wie auch für die Personalüberlassung von großen Unsicherheiten geprägt. Mit den Lohnabschlüssen hätte man wenigstens in diesem Bereich eine gewisse Planungssicherheit erzielt, die zur Stabilität in der gesamten Branche beitragen wird.

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