Erste Tarifrunde zwischen DGB und den Arbeitgebern der Zeitarbeit

Die beiden großen Arbeitgeberverbände in der Zeitarbeit, iGZ und BAP, stellen mit der Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit die Verhandlungspartner für die Gespräche mit dem DGB, der dafür seine Tarifgemeinschaft Leiharbeit an den Verhandlungstisch schickt. Nachdem die Gewerkschaften bereits vor einiger Zeit die Tarifverträge gekündigt hatten, haben die Verhandlungen am 17.9.2019 begonnen.

Zuvor hatte sich am 6.9. d.J. herausgestellt, dass der DGB die Forderungen der IG Metall übernehmen würde. Die Forderungen belaufen sich demnach auf eine Erhöhung der Löhne um 8,5%. Dazu sollen die Manteltarifverträge angepasst werden, in denen es es um die Höhe von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sowie um die Zahl der zustehenden Urlaubstage geht. Derzeit stehen den Mitarbeitern in der Zeitarbeit im ersten Beschäftigungsjahr 24 Urlaubstage zu. Die erste Verhandlungsrunde ist wie vorauszusehen war ergebnislos abgebrochen worden. Nicht nur für die Arbeitgeber aus der Zeitarbeit sind die Forderungen von 8,5% in Zeiten nachlassender Konjunktur nicht hinnehmbar und werden als “völlig überzogen” bezeichnet. Dieser Tenor ist generell aus der Arbeitgeberseite zu vernehmen, die viele Unternehmen in ihrer Existenz bedroht sehen. Die Arbeitgeber verweisen auf die Gefährdung von weiteren Arbeitsplätzen. Dazu kommt für die Branche der Zeitarbeit aber vor allem auch die Behinderung der Integration vieler Menschen in den ersten Arbeitsmarkt. Der Vertreter der IG-Metall verlangt für den nächsten Verhandlungstermin am 29.10. jedenfalls ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite.

Unterschiedliche Entwicklung in der Zeitarbeit

Die Zahl der Mitarbeiter in der Zeitarbeit ist seit dem gleichen Monat im Vorjahr um mehr als 10% gesunken. Das führt der DGB allerdings nicht nur auf die schwächelnde Konjunktur zurück, sondern sieht auch eine relativ starke Zunahme der Übernahme von Beschäftigten in die Stammbelegschaft vieler Unternehmen. Während die Zahl aller Beschäftigten in der Zeitarbeit in 2016 noch die Millionengrenze berührte, sank die Mitarbeiterzahl auf etwa 800.000 Menschen im Juni 2019. Doch drückt sich diese Entwicklung ganz unterschiedlich aus. Während die regional verankerten Mittelständler sich häufig besser behaupten konnten, verzeichneten vor allen die Branchenriesen Umsatzeinbußen von 15% – 25%. Das lässt sich zum einen auf die gesunkene Auftragslage in der Industrie wie vor allem auch auf die Krise bei den Automobilherstellern zurückführen. Viele Unternehmen begründen die Rückgänge allerdings weniger mit der Konjunktur, denn durch die Problematik der Höchstüberlassungsdauer und den damit verbundenen Nachteilen für Unternehmen und Arbeitnehmer aus der Zeitarbeit. Andere Personaldienstleister wachsen sogar gegen den Trend, in dem sie sich auf Nischen wie die Pflege, Preissteigerungen und Recruiting im Ausland konzentrieren. Hervorzuheben ist die Stabilität bei Personaldienstleistern, die sich auf die gute Bindung ihrer Mitarbeiter durch faire Bezahlung und gute Betreuung konzentrieren. Besonders die Diversifizierung der eigenen Mitarbeiter in einen größeren Kundenkreis und über verschiedene Branchen hinweg festigt die Auftragslage und damit auch den anhaltenden Erfolg.

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