Die neuen Werte der jungen Arbeitnehmer

Die Werte im Berufsleben haben sich verändert. Durch den demographischen Wandel hat sich die Zahl der Berufsanfänger verringert. Gleichzeitig haben sich die Ansprüche in vielen Tätigkeiten drastisch erhöht. In Folge fehlt es in vielen Branchen an gut ausgebildeten Facharbeitern.

Die gute wirtschaftliche Lage in den letzten Jahren hat in vielen Betrieben zu einem Wachstum geführt, dass sich keinesfalls allein mit mehr Automatisierung stemmen lässt. Recruiting Portale und Jobbörsen boomen. Die meisten jungen Leute sind fast nur noch „online“ zu erreichen, der ehemalige Wert von Zeitungen als Träger der Stellenangebote ist rapide gesunken. Auch die Arbeitnehmer mit Berufsausbildung haben erkannt, dass ihr „Wert“ gemessen an der Zahl der offenen Stellen gestiegen ist. Ein gutes Gehalt allein ist offensichtlich kein ausschlaggebender Grund für die Loyalität zum Arbeitgeber mehr. In der Zeitarbeit ist diese Entwicklung ebenfalls deutlich zu beobachten. Während auf der einen Seite die Nachfrage nach unseren guten und fähigen Mitarbeitern steigt, müssen unsere Recruiter auf der anderen Seite verstärkt diejenigen Werte der Zeitarbeit betonen, die heutzutage die wahren Schlüsselanreize für ein solches Beschäftigungsverhältnis darstellen.

Gewachsene und geänderte Ansprüche

Wie wir in den letzten Monaten berichtet haben, sehen junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute ganz andere Möglichkeiten in der Zeitarbeit als noch vor 20 Jahren. Eine Studie des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister vom letzten Jahr hat sich mit den neuen Werten der jüngeren Generation beschäftigt. Unter dem Titel „Junge Deutsche 2017“ weist die Studie anhand klarer Zahlen aus, auf welche Ansprüche sich die Recruiter in der Zeitarbeit wie auch die Recruiter in den größeren Unternehmen einzustellen haben. Wir vom Powerteam sehen allerdings mit einer gewissen Befriedigung auf die Ergebnisse dieser und anderer Studien, zeigen sie doch auf, dass wir mit unserer Politik und Einstellung gegenüber unseren eigenen Mitarbeitern schon lange auf dem richtigen Kurs sind. Die Mitarbeiter sind auch und gerade in der Zeitarbeit das höchste Gut eines Unternehmens und müssen auch genauso behandelt werden. Wenn die Zufriedenheit der Kollegen sich nur auf das Gehalt bezieht, reicht das für ein Unternehmen der Zeitarbeit heute nicht mehr aus. Der Schlüssel zum Erfolg in der Zeitarbeit liegt eindeutig in den folgenden Faktoren begründet.

  • Interessante und abwechslungsreiche Tätigkeiten
  • Aktive Mitgestaltung der Arbeitszeiten
  • Weiterbildung und Steigerung der eigenen Fähigkeiten „on the job“
  • Ein gutes Verhältnis mit und eine gute Betreuung durch das Zeitarbeits-Unternehmen
  • Und natürlich gutes Geld für gute Arbeit samt allen weiteren Sozialleistungen

Die Studie des Bundesverbandes

In der Studie „Junge Deutsche“ wurden 553 Frauen und Männer zwischen 18 und 39 Jahren befragt. Da die Teilnahme an der Studie natürlich freiwillig war, ergab sich wie üblich ein Übergewicht bei der Zahl der weiblichen Teilnehmer im Verhältnis zwei zu eins. Die Verteilung über die Bundesländer entsprach in etwa der Realverteilung der Arbeitnehmer, allerdings stammten 13% der Befragten aus Tätigkeiten für Zeitarbeitsunternehmen. Alle Bildungsstände waren vertreten, der Hauptschulabschluss ebenso wie die Promotion. Um es vorweg zu nehmen, lauten die vier wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst etwa so:

  • Das zentrale Medium, mit dem die Jüngeren kommunizieren, ist derzeit Whatsapp. Whatsapp schlägt alle weiteren Kommunikationskanäle um Längen.
  • Jobbörsen sind zwar der wichtigste Informationskanal über den Tätigkeiten gesucht und gefunden werden. Dennoch spielen die Empfehlungen von Freunden eine große Rolle.
  • In persönlichen Krisen oder bei Problemen hat die Familie eine herausragende Bedeutung für die Stabilität der Befragten.
  • Der wichtigste Wert für einen „guten Job“ ist neben dem Gehalt eine positive „Work-Life-Balance“. Wenn diese nicht gegeben ist, sinken die Chancen des Arbeitgebers rapide.

Whatsapp schlägt Facebook und Telefon

Nachdem vor wenigen Jahren noch Facebook der wichtigste Kommunikationskanal war, geht die Erreichbarkeit über Facebook zunehmend zurück bzw. konzentriert sich auf die Älteren. 96% der jüngeren Leute favorisieren Whatsapp. In der Zeitarbeit spielt Xing eine große Rolle. Immerhin 42% der Arbeitnehmer in der Zeitarbeit nutzen Xing, das ist dreimal so viel wie der Durchschnitt.

Jobportale und Freunde

Für die Beschäftigten in der Zeitarbeit stellen die Jobportale das wichtigste Medium dar, um sich über neue Tätigkeiten zu informieren. Die Empfehlungen von Freunden folgen aber dicht auf. Fast ebenso häufig werden die Beiträge in sozialen Netzwerken herangezogen, um sich für oder gegen eine Tätigkeit zu entscheiden. In einer Welt, in dem schon in der Politik über „Fake News“ gestritten wird, reichen schöne Versprechungen in der Werbung immer weniger aus, um sich sicher zu sein. Die Aussagen von Freunden steigen im Wert erheblich, selbst, wenn diese Freunde nur virtuellen Charakter besitzen. Dementsprechend verlegen sich immer mehr Unternehmen darauf, die eigenen Mitarbeiter werben zu lassen, wenn man neue Positionen zu vergeben hat.

Die Familie muss es richten

Als höchster Wert für ein gutes Privatleben hat der Zusammenhalt in der eigenen Familie noch weiter zugenommen. Offensichtlich scheint die Zahl der verlässlichen Bezüge außerhalb der Familie abzunehmen beziehungsweise durch die Virtualität an „Greifbarkeit“ zu verlieren. Des Weiteren lassen sich hier vermutlich auch Zusammenhänge mit der Wohnsituation vieler junger Menschen herstellen. Das „Hotel Mama“ erweist sich immer länger als zuverlässige Behausung für jüngere Menschen. Das liegt natürlich in erster Linie an der kritischen Wohnungssituation in den Ballungsgebieten. Schon für sehr kleine Unterkünfte werden heute Mieten verlangt, die mit kleinen Einkommen nicht bezahlbar sind. In zweiter Linie allerdings hat sich aber auch das Verhältnis zwischen den Generationen so sehr verbessert, dass in vielen Familien mit der Zeit eine Art Wohngemeinschafts-Status entsteht.

Zufriedenheit mit dem Job

Große Unterschiede lassen sich festmachen zwischen den Aussagen der Beschäftigten in der Zeitarbeit und den anderen Arbeitnehmern. Die wichtigsten Kriterien für ein gutes Beschäftigungsverhältnis lauten für die jungen Arbeitnehmer in der Zeitarbeit

  • Für 52% eine zufriedenstellende Balance zwischen Freizeit und Arbeitszeit
  • Für 49% die Sicherheit eines Arbeitsplatzes
  • Für 44% die flexiblen Arbeitszeiten

Die tatsächliche Höhe des Einkommens ist natürlich auch wichtig, wurde in der Befragung aber nicht so häufig genannt. Ein weiterer interessanter Aspekt aus der Befragung ergibt sich aus den Antworten auf die Frage nach der „Zukunftsangst“. Die Zukunftsangst spielt für Arbeitnehmer aus der Zeitarbeit eine deutlich geringere Rolle als für die Mitarbeiter aus einem klassischen Beschäftigungsverhältnis. Das fanden wir sehr aufschlussreich.

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