Die Arbeit der Schlichtungsstelle

Wir haben schon einige Male darüber berichtet, wie sich die großen Verbände der Zeitarbeit um die breite Anerkennung dieser Beschäftigungsform bemühen. Die Personalüberlassung bzw. Zeitarbeit ist eine wichtige Stellschraube für die Wirtschaft zum Ausgleich wirtschaftlicher Schwankungen.

Dabei bietet sie vor allen Dingen aber auch den Arbeitnehmern gute Chancen

  • wieder aktiv am Arbeitsleben in sozialversicherungspflichtigen Jobs teilzunehmen
  • sich als Neuankömmling in Deutschland erfolgreich zu integrieren
  • als junger Arbeitnehmer einen Überblick über die Branche zu gewinnen
  • und als umstellungsbereiter Arbeitnehmer seine Kenntnisse intensiv zu erweitern

Daneben wird heute in der Zeitarbeit viel besser verdient als in früheren Zeiten. Dennoch hält sich in Teilen der Öffentlichkeit ein negatives Bild von der Zeitarbeit, das von manchen interessierten Kreisen und Presseorganen aufrecht erhalten wird.

Der Ethik-Kodex der Zeitarbeit

Eine hervorzuhebende Maßnahmen eines der großen Verbände der Arbeitgeber in der Zeitarbeit war seinerzeit die Verabschiedung eines Ethik-Kodexes, den alle Mitglieder unterzeichneten. Das erfolgte einerseits, um die wie leider in jeder Branche existierenden schwarzen Schafe auszugrenzen und andererseits, um allen Mitgliedern allgemeingültige Regeln des wirtschaftlich und ethisch einwandfreien Verhaltens als Richtschnur an die Hand zu geben. Als zentraler Bestandteil dieser Maßnahme kann die Gründung einer unabhängigen Schlichtungsstelle genannt werden, die das lautmalerische Kürzel “KuSS” erhalten hat. Als “Kontakt- und Schlichtungsstelle” nimmt die Organisation Beschwerden entgegen und entscheidet mit ihren Schiedssprüchen über das weitere Vorgehen der Beteiligten. Das unabhängige Gremium erhält jedes Jahr rund 300 Meldungen. Etwa die Hälfte davon betrifft eher Fragen zur Zeitarbeit und z.B. der Vertragsgestaltung. Damit verbleiben um die 150 Beschwerden von Arbeitnehmern oder auch Kundenunternehmen, die sorgfältig bearbeitet werden.

Die Arbeit der Schlichtungsstelle

Um es gleich vorwegzunehmen: In 95% der Fälle kann zwischen den Beteiligten eine Lösung herbeigeführt werden, mit der beide Seiten leben können. Wenn z.B. ein Arbeitnehmer sich unfair behandelt fühlt, wird der Personaldienstleister um Stellungnahme gebeten. Manchmal handelt es sich um einen Irrtum, in anderen Fällen liegt ein Versehen vor. Wenn ein Fehlverhalten vorliegt, kann das häufig geklärt und berichtigt werden. In anderen Fällen muss der Sachverhalt gründlich untersucht und bewertet werden. Falls keine Schlichtung erreicht werden kann, bleibt dem Arbeitnehmer natürlich immer der Weg zum Arbeitsgericht. Falls nach Ansicht der Schlichter gegen den Ethik-Kodex verstoßen worden ist, wird der Vorstand des Verbands informiert. Nach dessen Bewertung kann ein solches Verhalten bis zum Verbandsausschluss führen, falls ein Unternehmen sich wider besseren Wissens querstellt. Diese Fälle bleiben allerdings selten. Meist besteht Einsicht, und die Angelegenheit wird aus der Welt geschafft. Ein Verbandsausschluss wegen Verstoß gegen den Ethik-Kodex hat weitreichende Folgen für den Ruf des betroffenen Unternehmens.

Eine unabhängige Schlichtungsstelle hilft allen Seiten

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt den Wert der Arbeit der Schlichtungsstelle. Sie wird insbesondere dann wichtig, wenn sich durch den Gesetzgeber oder neue Ergebnisse aus den Tarifverhandlungen weitreichende Änderungen für die Arbeit der Personaldienstleister und dementsprechend für die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter ergeben.

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