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Der Urlaub verdient Beachtung

In einem kleinen Betrieb mag die Absprache mit den Kollegen zusammen mit einer Notiz reichen, in den größeren Unternehmen gibt es klare Vorgaben, Abläufe und Vordrucke. Jedem steht ein bezahlter Erholungsurlaub zu, das ist jedenfalls gesetzlich im Bundesurlaubsgesetz geregelt. Nur über den Zeitpunkt wird häufig gestritten.

Ein Urlaubsantrag kann abgelehnt werden, wenn erziehende Kollegen mit ihren Kindern auf Ferienzeiten angewiesen sind. Auch in betrieblichen Hochphasen oder vor Projektabschluss wird es eher problematisch. Dann müssen sich die Parteien einigen. Zwar sind Ihre Wünsche zu berücksichtigen, aber das betriebliche Wohl hat einiges Gewicht. Wenn es einem Arbeitnehmer zum Beispiel wegen eines Frühbucherrabatts darum geht, möglichst schnell eine Bestätigung zu erhalten, sollte er begründet darum bitten.

Es ist nämlich nicht vorgeschrieben, wie schnell der Antrag bearbeitet werden muss. Die Rücknahme eines bereits gewährten Urlaubsantrags ist allerdings recht schwierig für den Arbeitgeber. Als Begründung dafür reicht eine hohe Arbeitsbelastung nicht aus. Dann muss schon ein wirklicher Notfall entstanden sein. Der Arbeitgeber muss dann auch bereits entstandene Kosten begleichen.

Wenn der Arbeitnehmer erst Mal den Urlaub angetreten hat, ist es nicht mehr möglich, ihn aus dem Urlaub zurück zu rufen. Das Bundesarbeitsgericht hat sogar entschieden, dass Rückruf-Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber nichtig sind. Hier gilt jedenfalls, dass eine gütliche Einigung in einem guten Verhältnis allemal besser ist als der Weg zum Gericht.