Der Mindestlohn in der Zeitarbeit steigt

Schon seit dem 1. September ist der Mindestlohn in den neuen Bundesländern auf 9,88 Euro angestiegen. Diese Regelung behält allerdings nur einen Monat Gültigkeit. Ab dem 1. Oktober wird dann auch in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen der Mindestlohn auf 10,10 Euro steigen. Zusammen mit dem Mindestlohn von 10,15 in den alten Bundesländern ist damit die “magische” Grenze von 10 Euro im ganzen Bundesgebiet überschritten.

Ab dem 1. April 2021 wird endlich ein gleicher Mindestlohn für alle Zeitarbeitnehmer in der Bundesrepublik gelten. Einheitlich für Ost und West steigt dann der Mindestlohn auf 10,45 Euro. Wie schon immer liegt dieser Lohn damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn. So bleibt die Zeitarbeit eine lohnende Alternative für viele Menschen, die sich mit dem gesetzlichen Mindestlohn begnügen oder durch manche Tricks sogar mit weniger auskommen müssen. Die Zeitarbeit bleibt ebenfalls für die Migranten das wichtigste Sprungbrett für eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt.

Wie das Institut der Deutschen Wirtschaft berechnet hat, haben seit 2015 35% aller beschäftigten Migranten dank der Zeitarbeit Fuß fassen können und hier eine versicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen. Dennoch bleibt viel zu tun. Nachdem im Jahr 2015 mehr als eine Million Menschen neu nach Deutschland migrierten, konnten bisher erst knapp 29% in den Arbeitsmarkt integriert werden. Dieser Satz ist zwar in den letzten fünf Jahren um ein Drittel gewachsen, dennoch sind nach wie vor viele Migranten arbeitslos.

Wichtige Regelungen für das Kurzarbeitergeld auch in der Zeitarbeit

Das Kurzarbeitergeld soll eigentlich eine Ausnahme darstellen, dennoch wurde es für viele Unternehmen im ersten Quartal zu einer lebensnotwendigen Regel. Das betraf auch Unternehmen aus der Zeitarbeit, die mit dieser Regelung viele ihrer Mitarbeiter halten konnten. Für manche Personaldienstleister wie auch für andere Unternehmen bleibt die Kurzarbeit jedoch ein Thema, in das man sich noch nicht so gut eingearbeitet hat. Daher hat die Bundesagentur für Arbeit sogenannte “FAQ” veröffentlicht, also Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Diese lassen sich auf der Seite der Bundesagentur unter dem Titel “Corona Virus Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld” im Bereich der News nachlesen. Manches ist bekannt: So hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass die Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden pauschal erstattet werden. Doch wie steht es um spezielle Themen aus der Zeitarbeit, wie zum Beispiel die Höchstüberlassungsdauer oder das Equal Pay Prinzip? Auch hier hat die Bundesagentur Klarheit geschaffen.

  • Die Höhe des Kurzarbeitergeldes errechnet sich aus dem Bruttoverdienst-Durchschnitt der letzten drei Monate vor dem Arbeitsausfall.
  • Wenn der Arbeitsausfall in der Kurzarbeit 100% beträgt, also die Arbeit in dem betreffenden Entleih-Unternehmen völlig eingestellt wurde, sind die Zeiten nicht auf die Überlassungshöchstdauer anzurechnen.
  • Das Gleiche gilt allerdings auch für das Erreichen der “Equal Pay” Schwelle. Wenn beispielsweise diese Schwelle nach neun Monaten beim Entleiher erreicht werden würde, verlängert sich dieser Zeitraum um die in Kurzarbeit verbrachte Zeitspanne.

Ein neues Merkblatt der BA

Für die Arbeitnehmer aus der Zeitarbeit hat die Bundesagentur ein neues Merkblatt aufgelegt, in dem noch einmal alle Rechte der Arbeitnehmer aufgezählt werden. Für neu eingestellte Mitarbeiter wird es verpflichtend ausgehändigt. Alle anderen können es sich unter dem Titel “Merkblatt Leiharbeit” bei der BA herunterladen. Mit fünf Seiten muss man aber fast schon von einem Heft sprechen statt von einem Blatt.

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